Essen und Trinken zum Mitnehmen ja – aber nachhaltig!


Zum Jahreswechsel trat eine Mehrwegangebotspflicht für alle Letztvertreiber in Kraft. Betroffen davon sind z. B. Restaurants, Bistros, Imbisse, Cafés oder Bäckereien, welche Ware in Einwegkunststofflebensmittelverpackungen bzw. Einweggetränkebechern an den Endverbraucher abgeben (To-go oder Fast-Food).

Wer also in Zukunft Essen abholt oder ein Getränk für unterwegs kauft, kann darauf bestehen, dass er eine Mehrwegverpackung bekommt. Das Mehrwegangebot soll dafür sorgen, dass die ansonsten verwendete Einwegverpackung ersetzt wird. Außerdem gibt es Hinweispflichten, welche Letztvertreiber erfüllen müssen. Sie müssen durch gut sicht- und lesbare Informationstafeln darauf hinweisen, dass man die Möglichkeit hat, seine Waren auch in Mehrwegverpackungen zu erhalten.

Eine Besonderheit der Mehrwegangebotspflicht bilden die Einweggetränkebecher. Bei Bechern ist es nicht entscheidend ob die Einwegverpackung aus Kunststoff oder aus Papier besteht. Ein vollständig aus Papier bestehender Becher löst die Mehrwegangebotspflicht ebenfalls aus.

Eine Entlastung ist für bestimmte Letztvertreiber vorgesehen, die nicht mehr als fünf Beschäftigte und weniger als    80 m² Verkaufsfläche haben. Diese haben die Möglichkeit anstatt Mehrwegverpackungen alternativ vom Kunden mitgebrachte Mehrwegbehältnisse zu befüllen. Durch ein Pfandsystem könnte das Mehrwegsystem sowohl für Verbraucher als auch für Gastronomen interessanter werden (z. B. Recup oder Local to go). Wenn man also sein Getränk oder sein Essen in Mehrwegbechern oder einer Mehrwegverpackung kauft, zahlt man dafür Pfand. Man kann diese Becher oder Essensschalen dann bei allen teilnehmenden Letztvertreibern zurückgeben und bekommt so sein Geld zurück oder kann sich das nächste Getränk gleich wieder in diesen Becher füllen lassen.

Helfen Sie mit! Leisten Sie Ihren Beitrag zum Klimaschutz und nutzen Sie Mehrwegangebote.

Ihr Ordnungsamt Tettnang