Gestaltungsbeirat
„Die vielschichtige Arbeit der Gestaltungsbeiräte in den Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg verdeutlicht, dass Baukultur in erster Linie ein lokaler und durch die örtlichen Rahmenbedingungen geprägter Prozess ist. Insofern liegt es in der Verantwortung der Entscheidungsträger vor Ort, einen mit externen Experten besetzten Gestaltungsbeirat ziel- und ergebnisorientiert in die lokalen Abläufe einzubinden, um langfristig gute Lösungen für die Planungs- und Bauaufgaben vor Ort zu erzielen. Der Mehrwert, den die Arbeit mit den Gestaltungsbeiräten regelmäßig mit sich bringt, ist unverkennbar.“

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut,
Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Der Gestaltungsbeirat der Stadt Tettnang wurde 2018 ins Leben gerufen, welcher als ein unabhängiges Sachverständigengremium, den Bürgermeister, den Technischen Ausschuss, die Ortschaftsräte, den Gemeinderat und die Verwaltung mit fachlich kompetenten Empfehlungen zu stadtbedeutsamen Bauvorhaben als Entscheidungsgrundlage unterstützt.

Wozu Ein Gestaltungsbeirat?

Ziel des Gestaltungsbeirates ist es eine hohe architektonische Qualität zu sichern, das Stadtbild Tettnangs zu verbessern, städtebauliche Fehlentwicklungen zu verhindern und die allgemeine Baukultur bei Vorhaben öffentlicher und privater Bauherren zu erhöhen.

Welche Vorhaben werden behandelt?

Die Expertinnen und Experten beraten vor Ort über städtebaulich und bau- oder lokalgeschichtlich bedeutende Bauvorhaben, d.h. die aufgrund ihrer Lage und Größe für das Stadtbild der Stadt Tettnang kennzeichnend sind.

Vorhaben innerhalb des festgelegten Kernstadtbereichs sowie öffentliche Projekte und Vorhaben an Stadteingängen nach Ermessensentscheidung der Stadtverwaltung werden grundsätzlich im Gestaltungsbeirat diskutiert. Darüber hinaus werden jegliche städtebauliche Entwürfe / Konzepte, Rahmenplanungen und Bebauungsplanentwürfe im Gremium behandelt.

In der Regel benennt die Stadtverwaltung Bauvorhaben, die im Rahmen des Gestaltungsbeirats diskutiert werden sollen. Aber auch Gremienmitglieder oder Architekten und Bauherren können die Beratung eines Vorhabens vorschlagen.

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Geltungsbereich Kernstadt


Externe Mitglieder des Gestaltungsbeirates


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Michael Muffler *1954
Dipl. Ing. Architekt, Büroinhaber Büroinhaber Muffler Architekten Mitglied BDA/DWB
Ursula Hochrein *1966
Dipl.-Ing. (FH) Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin, Geschäftsführende Gesellschafterin lohrer.hochrhein GmbH
Jochen Weissenrieder *1970
Dipl.-Ing. (FH) Architekt Büroinhaber Architekturbüro Büroinhaber Weissenrieder I Architekten Mitglied BDA

Die externen Sachverständigen werden von 5 weiteren Mitgliedern aus dem Gemeinderat unterstützt.

Geschäftsführung / Verfahrensablauf

Die Geschäftsführung, die Aufstellung der Tagesordnung und die Vorbereitung der Sitzungen des Gestaltungsbeirates obliegen dem Fachbereich Stadtplanung als Geschäftsstelle.

In den einzelnen Sitzungen des Gestaltungsbeirates haben Bauherrn, Architekten oder Investor die Möglichkeit das eigene Bauvorhaben vorzustellen. Der Gestaltungsbeirat spricht eine Empfehlung aus und erstellt in der Beiratssitzung eine schriftliche Stellungnahme, die in darauffolgender Sitzung des Technischen Ausschusses gebilligt wird.

Beratung von Vorhaben / Vorzulegende Unterlagen

Vor der jeweiligen Beiratssitzung ist ein Steckbrief mit folgenden Unterlagen vorzulegen:

  • Übersichtsplan M 1:5000
  • Lageplan, städtebauliche Einbindung M 1:1000 / M 1:500
  • Fotos zur Umgehungsbebauung
  • Vorentwurf M 1:200 mit Schnitten, Ansichten, Grundrissen und Aussagen zu den Außenanlagen
  • Nutzungskonzept
  • Aussagen zur Materialwahl und Farbgebung
  • Arbeitsmodell
Kontakt

Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat

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Geschäftsordnung

Die Geschäftsordnung wurde am 24.10.2018 vom Gemeinderat beschlossen und am 07.11.2018 mit Ihrer Bekanntmachung Rechtskräftig.

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