Stadtsanierung

Das Älterwerden der Gesellschaft, der Klimawandel und seine Folgen, die Globalisierung, die unterschiedliche Attraktivität einzelner Stadtquartiere, neue Wohn- und Lebensformen – all diese Entwicklungen machen auch vor Tettnangs Toren nicht halt. Deshalb gilt es, mit einem innovativen und integrierten Stadtentwicklungs-konzept als Basis für die Stadtsanierung, die Themen gemeinsam zu betrachten. Ziel ist, in Tettnang stets für ausgeglichene soziale, wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Verhältnisse zu sorgen.

Der Stadtsanierung, auch städtebauliche Erneuerung genannt, kommt dabei eine wesentliche Rolle zu. Die Stadterneuerung ist ein wichtiges Instrument, um Maßnahmen und Projekte umzusetzen, sei es in der hinstorischen Innenstadt, den Stadtteilen oder Tettnangs Ortschaften.

Die Neugestaltung der Tettnanger Innenstadt wird seit 1997 aktiv in den bereits ausgewiesenen Sanierungsgebieten unter Miteinbeziehung von Fördermitteln des Bundes und des Landes erfolgreich vorangetrieben.

Gefördert werden sowohl öffentliche als auch private Sanierungsmaßnahmen. Zur Betreuung der Sanierungsbeteiligten und zur Abwicklung der Sanierungsverfahren wird die Stadt Tettnang von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH als Sanierungsträger begleitet.

Übersicht aller Sanierungsgebiete

Aktuelle Sanierungsgebiete

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Sanierungsgebiet Schlosspark – Karlstraße
Das Sanierungsgebiet „Schlosspark – Karlstraße“ umfasst das Areal zwischen Neuem Schloss, Loretostraße, Martin-Luther-Straße (altes Kistenfabrikgelände), Wangener-/Lindauer Straße und Karlstraße. Bereitgestellte Fördermittel des Landes Baden-Württemberg und des Bundes im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ betragen 1,0 Mio. €.   Das Sanierungsgebiet wurde 2009 festgelegt und ist bis mindestens 2022 festgesetzt. Die städtebauliche Erneuerung Tettnangs findet somit auch südlich der Altstadt statt. Das Gebiet ist von Herausforderungen, wie Verkehrsbelastung, Unternutzung, Brachen und sanierungsbedürftiger Bausubstanz gekennzeichnet.  

Konkrete Maßnahmen/Sanierungsziele im Sanierungsgebiet:
- Neugestaltung der Karlstraße
- Schaffung von Parkraum
- Nutzung von Neuordnungspotenzialen
- Schaffung und Qualifizierung von innerstädtischem Wohnraum Zentrierung des Einzelhandels in der Innenstadt

Abgeschlossene Sanierungsgebiete

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Sanierungsgebiet I „ Alte Vorstadt“
Das Sanierungsgebiet „Altstadt“ wurde im Jahr 1978 förmlich festgelegt und bestand bis 2003.   Ziel der Sanierung war eine städtebauliche und funktionale Aufwertung der Innenstadt Tettnangs. Durchgeführte Sanierungsmaßnahmen waren Verkehrsberuhigungs- und Straßengestaltungsmaßnahmen, vor allem im Bereich der Montfortstraße, die Schaffung von öffentlichen Stellplätzen sowie zahlreiche private und städtische Modernisierungs- und Neubauvorhaben.
Sanierungsgebiet II „Östlich des Bärenplatzes / Alte Vorstadt“
Das Sanierungsgebiet „Östlich des Bärenplatz/Alte Vorstadt“ wurde 1997 in das Sanierungsprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen und bestand bis 2008. Für die Durchführung der Maßnahmen standen Landesfinanzhilfen in Höhe von rd. 1,71 Mio. € zur Verfügung.   Die „Alte Vorstadt“ grenzt östlich an die Tettnanger Altstadt an und bildet zusammen mit der historischen Montfortstadt den Stadtkern von Tettnang.
Vor Beginn der Sanierung war das Gebiet gekennzeichnet durch Gebäudeleerstände, eine allgemein sanierungsbedürftige Gebäudesubstanz sowie wenig gestaltete Straßenräume. Auch in diesem Sanierungsgebiet setzt sich die städtebauliche Erneuerung der Tettnanger Innenstadt fort. Wesentliche Ziele der Sanierung waren die Neuordnung des „Alten Feuerwehrplatzes“, heute Kreuzplatz, sowie die Neugestaltung des Bärenplatzes als wichtiger Übergangs- und Verknüpfungspunkt zwischen Altstadt und „Alter Vorstadt“. Zentraler Baustein der Revitalisierung der „Alten Vorstadt“ war die Neuerrichtung einer Wohnanlage für betreutes, altersgerechtes Wohnen. Zudem wurden Wohnraumangebote, auch für junge Familien, in modernisierten Bestandsgebäuden bzw. Neubauten in der Umgebung geschaffen.
Sanierungsgebiet III „Bahngelände“
Beim 2006 aufgelegten und bis 2017 bestehenden Sanierungsgebiet „Bahngelände“ handelt es sich um das Umfeld des alten Tettnanger Bahnhofs zwischen Kaltenberger-straße, Schillerstraße und Kirchstraße. Vom Land Baden-Würtemberg wurden Landesfördermittel im Rahmen des Landes-sanierungsprogramms in Höhe von 0,95 Mio. € bereitgestellt.   Ein wesentliches Ziel dieser Maßnahmen ist es, unter Bündelung verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten die verkehrliche Entlastung der Innenstadt zu erreichen und damit auch die in der Sanierung „Östlich des Bärenplatzes / Alte Vorstadt“ erreichte, städtebauliche Aufwertung zu sichern und zu ergänzen. Die Sanierungsmaßnahmen betreffen im Wesentlichen die Neubebauung entlang des bisherigen Bahnhofs und der Bahntrasse sowie vor allem das Areal der mittlerweile abgebrochenen alten Hopfenhallen.
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