Mit dem Ausbau der Kita St. Georg in Krumbach setzt die Stadt Tettnang ein wichtiges Projekt zur Weiterentwicklung der Kinderbetreuung um. Der Erweiterungsbau ist inzwischen so weit fertiggestellt, dass die neuen Räumlichkeiten bereits genutzt werden können. Seit Jahresbeginn 2026 stehen den Kindern und dem Team der Einrichtung zusätzliche Sanitärbereiche, ein neuer Wickelraum, barrierefreie WC-Anlagen sowie eine Verteilerküche mit Essens- und Besprechungsbereich zur Verfügung.
Im Zuge der Maßnahme wurde außerdem die Raumaufteilung in Teilen angepasst. Damit können pädagogische Abläufe zeitgemäß organisiert und neue Anforderungen im Betreuungsalltag besser berücksichtigt werden. Die noch ausstehenden Arbeiten an der Außenanlage werden ab Frühjahr 2026 umgesetzt.
Gebäude aus den 1950er-Jahren wird fit für die Zukunft gemacht
Das Gebäude befindet sich im Besitz der Stadt Tettnang und stammt aus den 1950er-Jahren. Um es langfristig für die Anforderungen einer modernen Kinderbetreuung aufzustellen, hat die Stadt im Frühjahr 2024 umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen beschlossen.
Ein zentraler Bestandteil ist der neue Anbau, in dem eine Verteilerküche mit Essensbereich untergebracht ist. Der Raum kann flexibel genutzt werden – beispielsweise für Gespräche, Vorbereitungsarbeiten oder als Ausweichraum für pädagogische Angebote.
Neben der Erweiterung stand vor allem der Sanitärbereich im Fokus: Die WC-Anlagen wurden erneuert und von vier auf fünf Toiletten und Waschbecken erweitert. Ergänzend entstand ein Wickelbereich mit Dusche und Handwaschbecken sowie ein Abstellraum für Reinigungsutensilien. Mit dem Einbau einer behindertengerechten WC-Anlage wurden zudem die Voraussetzungen geschaffen, künftig auch Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf im Rahmen von Inklusion und Integration betreuen zu können. Im Zuge der Arbeiten wurden außerdem Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom erneuert und teilweise neu verlegt.
Der Betrieb der Einrichtung konnte während der gesamten Bauphase aufrechterhalten werden.
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 732.000 Euro. Etwa 246.000 Euro – rund 40 Prozent – werden über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) Baden-Württemberg gefördert.


