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Wirtschaftsgespräch feiert gelungenen Neustart


Mit sehr positiver Resonanz ist das Wirtschaftsgespräch der Stadt Tettnang auf Initiative von Bürgermeisterin Regine Rist nach mehreren Jahren Pause zurückgekehrt. Rund 70 Teilnehmende aus 38 Unternehmen, aus Schulen, Gemeinderat und Stadtverwaltung kamen auf Einladung der Stadt beim international tätigen Elektronikunternehmen BROSA zusammen. Ziel des Formats ist es, den Dialog zwischen Verwaltung und örtlicher Wirtschaft sowie der Unternehmen untereinander wieder stärker zu fördern und neue Impulse für gemeinsame Herausforderungen zu setzen.

Rund 70 Personen aus Unternehmen, Politik und Stadtverwaltung waren der Einladung zum Wirtschaftsgespräch gefolgt.

Bürgermeisterin Regine Rist betonte in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Stadt und Unternehmen. Gerade in Zeiten vielfältiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen seien gegenseitiges Verständnis, kurze Wege und ein offener Dialog wichtiger denn je. Tettnang profitiere von einer starken und innovativen Unternehmenslandschaft, die wesentlich zur Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der Stadt beitrage. Das Wirtschaftsgespräch solle deshalb zu einem festen Bestandteil im Jahreskalender werden und jeweils in einem anderen Tettnanger Unternehmen stattfinden.

Ziel der Wirtschaftsgespräche ist es demnach, eine Plattform zu schaffen, auf der sich Unternehmen untereinander sowie mit der Stadtverwaltung vernetzen und austauschen können. Dadurch sollen gegenseitiges Verständnis gefördert, Bedarfe frühzeitig erkannt und gemeinsame Herausforderungen offen angesprochen werden. Im Sinne einer effizienten Wirtschaftsförderung spielen diese Erkenntnisse eine erhebliche Rolle. Gleichzeitig bietet das Wirtschaftsgespräch die Möglichkeit, aktuelle Themen und Entwicklungen durch Fachvorträge aufzugreifen und neue Impulse zu setzen.

Großer Dank an BROSA als erster Gastgeber der Wirtschaftsgespräche

Großen Dank zollte Rist der BROSA GmbH und im Speziellen Martin Wagner, dem Managing Director, und der Geschäftsleitung des international tätigen Elektronikunternehmens, die als Gastgeber für das erste Wirtschaftsgespräch fungierten. BROSA ist führender Hersteller von Kraftmesssensoren und Druckaufnehmern und hat seinen Stammsitz in Tettnang. Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeitende. Einblicke in das wirtschaftlich sehr erfolgreiche Unternehmen und seine Arbeitsbereiche erhielten die Teilnehmenden im Anschluss an die Begrüßung durch Martin Wagner bei einer Betriebsführung.

Praxisnahe Impulse zur Klimaneutralität

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Thomas Auer, Professor an der Technischen Universität München. Unter dem Titel „Bestandsgebäude kostengünstig in die Klimaneutralität führen – Wirtschaftliche Chancen statt Sanierungszwang“ zeigte er praxisnahe Wege auf, wie nachhaltige und energieeffiziente Gebäude wirtschaftlich umgesetzt werden können.

Universitätsprofessor Thomas Auer zeigte in seinem Referat praxisnahe Wege auf, wie nachhaltige und energieeffiziente Gebäude wirtschaftlich umgesetzt werden können.

Auer machte deutlich, dass Klimaschutz im Gebäudebereich nicht zwangsläufig mit aufwendiger Technik oder hohen Kosten verbunden sein muss. Stattdessen plädierte er für einfache Bauweisen, einen bewussten Materialeinsatz und wirtschaftlich tragfähige Lösungen. Seine Ausführungen stießen bei den Gästen auf großes Interesse und regten intensive Gespräche an.

Ergänzt wurde das Programm durch einen kurzen Impuls von Kathrin Hopkins von der Wissenswerkstatt Friedrichshafen. Die Wissenswerkstatt ist ein Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat mit praxisnahen Workshops, Kinder und Jugendliche von acht bis 18 Jahren für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern. Hopkins stellte die Arbeit und Angebote des Vereins vor und zeigte mögliche Perspektiven und Anknüpfungspunkte für Tettnang auf.

Vernetzung der Wirtschaft untereinander und mit der Stadt stärken

Beim anschließenden Ausklang nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung. Die offene Atmosphäre, die Gespräche zwischen Unternehmen, Politik und Verwaltung sowie die positive Resonanz der Teilnehmenden machten deutlich, dass das Format einen wichtigen Bedarf aufgreift.

Die Stadt wird die Wirtschaftsgespräche künftig einmal jährlich veranstalten. Bereits während des Abends signalisierten zahlreiche Teilnehmende Interesse an einer Fortführung.