Die Stadt Tettnang hat vom Land Baden-Württemberg einen Förderbescheid in Höhe von rund sechs Millionen Euro für den weiteren Ausbau des Breitbandnetzes erhalten. Digitalisierungsminister Thomas Strobl übergab die Zusage am 20. April in Stuttgart an den Ersten Beigeordneten der Stadt, Timo Jung. Die Mittel fließen gezielt in den Ausbau des Glasfasernetzes und die Schließung von Versorgungslücken im Stadtgebiet.
„Die Förderung ist ein wichtiger Baustein, um die digitale Infrastruktur in Tettnang zukunftssicher zu gestalten“, freut sich Erster Beigeordneter, Timo Jung, über die Förderzusage.
Mit den bewilligten Mitteln werden Adressen an das Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden, die bislang über keine ausreichende Internetversorgung verfügen. Ein Schwerpunkt des Vorhabens liegt auf dem Anschluss zahlreicher Unternehmensstandorte, um die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Wirtschaft zu sichern.
„Wir danken dem Land Baden-Württemberg für diese wichtige Unterstützung. Zahlreiche Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger werden von diesem Ausbau profitieren“, führt Jung weiter aus. „Ein leistungsfähiges Glasfasernetz ist die Grundlage für digitale Teilhabe, modernes Arbeiten und wirtschaftliche Stärke. Mit dieser Förderung werden wir die Attraktivität Tettnangs als Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter stärken.“
Die Förderung für Tettnang ist Teil eines größeren Pakets: Insgesamt vergab das Ministerium am 20. April 2026 Förderbescheide in Höhe von rund 38,4 Millionen Euro. Neben Tettnang erhielten auch der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar, der Gemeindeverwaltungsverband Meersburg und der Landkreis Rottweil finanzielle Unterstützung für ihre Ausbauprojekte.
Hintergrund zur Breitbandförderung
Die bewilligte Maßnahme ist Teil der Kofinanzierung des Landes zur Gigabitförderung 2.0 des Bundes. Gefördert werden Gebiete mit einer bestehenden Versorgung von weniger als 300 Mbit/s im Download. Dabei gilt der Grundsatz, dass der eigenwirtschaftliche Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen Vorrang hat. Die öffentliche Förderung setzt dort an, wo dieser Ausbau wirtschaftlich nicht tragfähig ist.


