Fragen und Antworten
Die Weiterentwicklung des Bildungsstandortes Tettnang ist ein wichtiges und zugleich komplexes Projekt. Dass damit viele Fragen verbunden sind, ist kein Wunder. Auf dieser Seite sammeln wir fortlaufend Fragen, bereiten sie auf und beantworten sie transparent. Die Übersicht wird im weiteren Prozess regelmäßig ergänzt und aktualisiert. Unser Ziel ist es, frühzeitig Orientierung zu geben, Sorgen ernst zu nehmen und den weiteren Weg nachvollziehbar zu machen.
Häufig gestellte Fragen Grundschule
Warum soll die Grundschule überhaupt auf den Campus ziehen?
Die freiwerdenden Räume eröffnen die Möglichkeit, die Grundschule räumlich weiterzuentwickeln, den zusätzlichen Grundschulzug perspektivisch abzubilden und die Anbindung an Mensa, Sporthallen und weitere Infrastruktur zu verbessern. Die konkrete Ausgestaltung wird gemeinsam geplant. Die notwendige Erweiterung auf dem bestehenden Gelände im "Alten Krankenhaus" ist wegen des Denkmalschutzes nicht möglich.
Ist der Campus für Grundschulkinder nicht zu groß und unübersichtlich?
Dies ist Teil der weiteren Planung für die Grundschule. Ziel ist ein klar abgegrenzter, überschaubarer und sicherer Grundschulbereich mit guter Orientierung, auch Berücksichtigung der Ankommenssituation.
Wie wird sichergestellt, dass die Grundschule einen geschützten Schulhof bekommt?
Ein altersgerechter und geschützter Außenbereich ist ein zentrales Thema der Projektgruppe Grundschule, in der Schulleitung, Lehrkräfte, Elternvertreter, Verwaltung und Schulsozialarbeit vertreten sind. Dabei geht es um Bewegungsflächen, Rückzugsräume, Begrünung, Aufenthaltsqualität und klare Abgrenzungen.
Was passiert mit dem bisherigen naturnahen Schulhof an der Lindauer Straße?
Allen ist bewusst, dass der heutige Schulhof eine besondere Qualität hat. Deshalb wird bei der weiteren Planung geprüft, wie auch auf dem Campus ein kindgerechter Außenbereich mit Grün, Schatten, Spiel-, Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden kann. Für den bisherigen Standort der Grundschule werden verschiedene Nachnutzungen in Betracht gezogen, die unter den räumlichen Begrenzungen umgesetzt werden können.
Wie werden sichere Wege im Bereich Busverkehr / Campus gewährleistet?
Die Wegeführung auf dem Campus wird gesondert betrachtet. Dazu gehören sichere Laufwege, klare Trennung von Busverkehr, Autoverkehr und Fußverkehr, gute Aufsichtsmöglichkeiten und eine kindgerechte Orientierung.
Sind Ganztagsschule und Betreuung ein Thema?
Ganztagsschule und Betreuung werden von Anfang an mitgedacht. Die Projektgruppe Grundschule, an der Schulleitung, Elternvertreter, Lehrkräfte, Verwaltung und Schulsozialarbeit beteiligt sind, wird klären, welche Räume, Außenbereiche und organisatorischen Abläufe für einen guten Ganztagsbetrieb notwendig sind.
Wer entscheidet am Ende über die konkrete Ausgestaltung?
Die Stadt bleibt als Schulträgerin verantwortlich. Die konkrete Planung soll aber unter Beteiligung von Schulleitung, Lehrkräften, Eltern, Schulsozialarbeit und Verwaltung vorbereitet werden.
Sind die Lehrkräfte der Grundschule künftig in die Planung eingebunden?
Ja. Die Projektgruppe Grundschule soll ausdrücklich auch die Perspektive der Lehrkräfte aufnehmen, weil sie die pädagogischen und organisatorischen Anforderungen des Grundschulalltags am besten kennen.
Werden Eltern beteiligt?
Ja. Auch Eltern sollen in die Projektgruppe eingebunden werden. Fragen von Eltern wurden bereits aufgenommen und werden im weiteren Prozess berücksichtigt.
Ist der Umzug der Grundschule schon endgültig beschlossen?
Die Grundsatzrichtung ist politisch beraten und beschlossen worden. Die konkrete Ausgestaltung des Grundschulstandortes ist aber noch nicht abgeschlossen und wird gemeinsam in einer Projektgruppe Grundschule weiterentwickelt. In der Projektgruppe vertreten sind Schulleitung, Lehrkräfte, Elternvertreter, Verwaltung und Schulsozialarbeit. So kann die Grundschule gemeinsam gestaltet werden.
Wann wird die Grundschule frühestens umziehen?
Ein Umzug der Grundschule steht nicht kurzfristig an. Nach der bisherigen Planung wäre dies frühestens nach dem Umzug der GMS-Sekundarstufe und der anschließenden Vorbereitung des Gebäudes denkbar. Als Zielperspektive ist Sommer 2028 vorgesehen. Wichtig ist aber: Wir nehmen uns die Zeit, die für eine gute, sorgfältige und kindgerechte Planung notwendig ist. Qualität, Sicherheit und die Bedürfnisse einer Grundschule gehen vor Geschwindigkeit.
Was passiert mit dem Gebäude an der Lindauer Straße?
Für das Gebäude an der Lindauer Straße ist eine Nachnutzung vorgesehen. Dabei ist die Stadt aufgrund der Rahmenbedingungen des Gebäudes nicht völlig frei, es gibt aber verschiedene denkbare Möglichkeiten. Diese werden zu gegebener Zeit geprüft und beraten. Im Mittelpunkt steht zunächst, die Weiterentwicklung des Grundschulstandortes sorgfältig zu planen und die Voraussetzungen für eine gute Lösung für die Grundschule zu schaffen.
Häufig gestellte Fragen GMS / Realschule / Gymnasium
Warum zieht die GMS-Sekundarstufe ins StadTTforum und nicht Realschule oder Gymnasium?
Die geprüften Raumprogramme zeigen, dass Realschule und Gymnasium im StadTTforum nicht sinnvoll vollständig abgebildet werden können. Für die Sekundarstufe der GMS (Klasse 5 bis 10) bietet das Gebäude dagegen eine tragfähige räumliche Perspektive.
Bleibt die GMS weiterhin Teil des Campus Manzenberg?
Ja. Das StadTTforum steht im räumlichen Zusammenhang mit dem Campus. Die Strecke kann auf einem nicht befahrenen Weg in maximal 10 Minuten zurückgelegt werden. Mensa, Sportanlagen und weitere Infrastruktur bleiben weiterhin Teil des schulischen Alltags.
Was gewinnen Realschule und Gymnasium durch die Neuordnung?
Durch den Umzug der GMS-Sekundarstufe (Klasse 5 bis 10) werden auf dem Campus Räume frei. Dadurch können bestehende Engpässe reduziert und bessere Voraussetzungen für G9, wachsende Schülerzahlen und klarere Raumzuordnungen geschaffen werden. Damit wird eine klare Raumzuordnung zu den einzelnen Schultypen möglich. Bisher ist die Realschule auf drei Standorte verteilt.
Was passiert mit Schülercafé und Schulsozialarbeit?
Das Schülercafé und die Schulsozialarbeit bleiben wichtige Bestandteile des Campus. Die konkrete räumliche Zuordnung wird im weiteren Planungsprozess geklärt. Hierfür gibt es eine separate Projektgruppe. Derzeit befindet sich das Schülercafè in den Räumlichkeiten der Gemeinschaftsschule und erfüllt damit noch nicht seine Rolle als zentraler Ort für alle Schülerinnen und Schüler.
Ist der Zeitplan realistisch?
Der Zeitplan ist eine Zielperspektive. Er hängt von Planung, Umbau, Abstimmungen und Beschlüssen ab. Wichtig ist: Qualität und Sicherheit gehen vor Geschwindigkeit.
Weitere Fragen
Was ist bereits entschieden und was wird noch gemeinsam geplant?
Die Grundsatzrichtung zur Weiterentwicklung des Bildungsstandortes ist politisch beraten und entschieden. Dazu gehört die Perspektive, die Sekundarstufe (Klasse 5 bis 10) der Gemeinschaftsschule im StadTTforum unterzubringen und dadurch Räume auf dem Campus Manzenberg neu für die Grundschule zu ordnen. Noch nicht abgeschlossen ist die konkrete Ausgestaltung des künftigen Grundschulstandortes. Diese soll gemeinsam mit Schulleitung, Lehrkräften, Eltern, Schulsozialarbeit und Verwaltung erarbeitet werden. Dazu gehören insbesondere Raumprogramm, Schulhof, sichere Wege, Ganztag, Betreuung, Aufenthaltsqualität und Ankommenssituation.
An wen können sich Eltern und Lehrkräfte mit Fragen wenden?
Eltern und Lehrkräfte können sich mit Fragen, Hinweisen und Anregungen an das Amt für Bildung und Betreuung der Stadt Tettnang wenden. Die eingehenden Fragen werden gesammelt, geprüft und im weiteren Prozess fortlaufend aufgegriffen.
Wie wird mit Kritik und Vorschlägen umgegangen?
Kritik, Hinweise und Vorschläge werden ernst genommen und in den weiteren Prozess einbezogen. Die eingehenden Rückmeldungen werden gesammelt, geprüft und – soweit sie die konkrete Ausgestaltung betreffen – in der Projektgruppe Grundschule beraten. Unser Ziel ist es, offene Fragen transparent zu klären, unterschiedliche Perspektiven aufzunehmen und gemeinsam zu einer guten Lösung für den Grundschulstandort zu kommen.
Ist die Lösung wirtschaftlicher als ein Neubau oder eine Erweiterung der Grundschule am bisherigen Standort?
Ein Anbau am bisherigen Standort der Grundschule ist nach derzeitigem Stand nicht möglich. Gleichzeitig wäre ein Neubau mit sehr hohen Kosten verbunden. Die Stadt Tettnang befindet sich wie viele andere Kommunen in einer finanziell anspruchsvollen Lage. Umso wichtiger ist es, vorhandene Möglichkeiten verantwortungsvoll zu nutzen. Das StadTTforum eröffnet hier eine Perspektive, die ohne dieses Gebäude in dieser Form nicht bestanden hätte: Es ermöglicht eine Neuordnung von Schulflächen, Entlastung auf dem Campus und zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für die Grundschule. Wichtig ist uns dabei: Die Lösung muss finanzierbar sein und im Alltag für die Kinder und die Grundschule als Ganzes gut funktionieren. Dazu gehören sichere Wege, gute Räume für Unterricht und Betreuung, ein geschützter Schulhof und eine Umgebung, in der sich Grundschulkinder wohlfühlen können.
Was ist sonst noch zentral?
Wir entwickeln den Bildungsstandort Tettnang weiter. Das StadTTforum eröffnet dafür eine große Chance. Gleichzeitig nehmen wir die Fragen und Sorgen ernst, besonders mit Blick auf die Grundschule. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt deshalb gemeinsam, transparent und mit dem Anspruch, gute Bedingungen für alle Schularten zu schaffen.


