Aktuell

Richtfest für Nahwärme


  • Rohbauarbeiten für Energiezentrale abgeschlossen
  • Hauptleitungen der Nahwärme verlegt
  • Erste öffentliche und private Gebäude angeschlossen
  • Erste Nahwärmeversorgung für September 2026 geplant

Beinahe auf den Tag genau 11 Monate nach dem Spatenstich für den Bau der Nahwärme-Energiezentrale Tettnang wurde heute offiziell Richtfest gefeiert. Die Geschäftsführer der Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang Michael Hofmann und Steffen Haller sowie Tettnangs Bürgermeisterin Regine Rist haben zusammen mit den Baufirmen das Richtfest am Gebäude in der Seestraße gefeiert.

Eingeladen waren alle Mitglieder des Gemeinderats Tettnang, Mitarbeitende der Stadtverwaltung sowie die Baufirmen und Handwerker. Aber auch alle Bürgerinnen und Bürger Tettnangs, die direkt am zukünftigen Nahwärmenetz wohnen.

Richtfest für die Nahwärme-Energiezentrale Tettnang: Mit dem traditionellen Richtspruch wurde die Fertigstellung des Rohbaus gefeiert.


Die beiden in der Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang mbH zusammengeschlossenen Unternehmen teilen sich als Partner die Aufgaben. Den Bau des Wärmenetzes organisiert ENGIE Deutschland. Das Regionalwerk Bodensee wird das zukünftige Leitungsnetz betreiben und kümmert sich um den Vertrieb. Zunächst werden 14 städtische und landeseigene Gebäude angeschlossen. Weiterhin ist angedacht, in den nächsten Jahren das Netz auf angrenzende Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete zu erweitern. Seit Baubeginn im Herbst 2025 sind bereits die Hauptleitungen verlegt sowie erste öffentliche und private Gebäude angeschlossen. Mit einer ersten Versorgung von Gebäuden durch die Nahwärme wird je nach Baufortschritt des Nahwärmenetzes im September 2026 gerechnet.

Die Grundlast für das Nahwärmenetz wird durch zwei Biomasseheizkessel sichergestellt. Mit Holzhackschnitzel als Brennstoff, die zum großen Teil aus der Region kommen, wird nahezu CO2-neutral erneuerbare Wärme erzeugt. Ein Pufferspeicher deckt den erhöhten Wärmebedarf ab. Für den Notfallbetrieb besitzt die Heizzentrale einen Gaskessel. Somit ist die Wärmeversorgung Tettnangs mit diesem Konzept mehrfach abgesichert.

An insgesamt fünf Stationen rund um die Energiezentrale haben Fachexperten den Gästen beim Richtfest die Nahwärme Tettnang durch Schaubilder und Erklärungen erläutert. Unter anderem die Heizleistung der Energiezentrale, die Hackschnitzel als nachhaltige Energiequelle, der Hackschnitzel-Bunker zur Bevorratung, der mehrstufige Verbrennungsprozess und dessen Abgasfilterung, das Wärmenetz und seine Dimensionen sowie die Anschlussbedingungen und Preise für die Endkunden.