Stadtbücherei

Netzwerk der Lesepatinnen und Lesepaten ist weiter auf 30 Lesetandems gewachsen


Das Netzwerk der Tettnanger Lesepatinnen und Paten ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Rund 30 aktive Lesetandems tragen mittlerweile dazu bei, dass Kinder beim Lesenlernen in der Stadtbücherei unterstützt werden – ergänzt durch Einsätze in Kindergärten und Grundschulen. Beim jährlichen Austauschtreffen in der Stadtbücherei kamen kürzlich die Ehrenamtlichen nun zusammen, um Erfahrungen zu teilen, aktuelle Herausforderungen zu besprechen und neue Impulse für ihre Arbeit zu erhalten.

In der Stadtbücherei treffen sich regelmäßig 30 Lesepatinnen und Lesepaten mit ihren „Patenkindern“, um sie beim Lesen und Lernen zu unterstützen.

Hinter dem Ehrenamt der Lesepatinnen und Lesepaten steckt weit mehr als gemütliches Vorlesen. Bevor ein Tandem starten kann, führen die Verantwortlichen Einführungsgespräche, es wird ein polizeiliches Führungszeugnis eingeholt und ein geeignetes Kind ausgewählt. Erst dann kommt es zu einem ersten gemeinsamen Treffen in den Räumen der Stadtbücherei Tettnang. Diese vorbereitenden Schritte übernehmen im Tettnanger Vorlesenetzwerk das Sachgebiet Integration der Stadt Tettnang und die Kinderstiftung Bodensee.

Gemeinsames Engagement für bessere Bildungschancen

Die Stadtbücherei begleitet die Lesetandems im Alltag, bietet Beratung und schafft Räume für Austausch. Einmal im Jahr lädt sie die Ehrenamtlichen ein zu einem Tag des Austauschs, des Netzwerkens und der Weiterbildung. 

„Die Lesetandems sind ein starkes Zeichen für gelebte Leseförderung in Tettnang und ein wichtiger Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit“, bringt Cosima Kehle, Leiterin der Stadtbücherei Tettnang, das Projekt auf den Punkt.

Im Mittelpunkt des Treffens stand in diesem Jahr das Thema „Konzentration“. Dazu referierte die erfahrene Grundschullehrerin Heike Weiß, die bereits im vergangenen Jahr als Referentin zu Gast war. In ihrem praxisnahen Vortrag erläuterte sie, was Konzentration bei Kindern fördert, wie sich die Konzentrationsspanne entwickelt und woran Überforderung oder Konzentrationsstörungen erkennbar sind.

Praxisnahe Tipps für die Leseförderung

Im anschließenden Austausch beantwortete Weiß Fragen aus dem Kreis der Ehrenamtlichen und gab wertvolle Hinweise aus ihrem pädagogischen Alltag. Aus ihrer eignenen Erfahrung machte sie deutlich, wie wichtig diese ehrenamtliche Arbeit auch für Lehrer der Grundschulen ist und wie positiv sich Lesetandems auf jedes einzelne „Lesepaten-Kind“ auswirken.