Bildung

Wissenswerkstatt kommt nach Tettnang


Bildunterschrift: : Die Wissenswerkstatt in Tettnang wird von zahlreichen Unternehmen und Organisationen sowie einer Privatperson gesponsort. (Im Bild von links: Max und Tobias Zwisler (Zwisler GmbH), Erster Beigeordneter Timo Jung, Bürgermeisterin Regine Rist, Stefan Geßler (Volksbank Bodensee-Oberschwaben und Bürgerstiftung Tettnang), Kathrin Hopkins (Wissenswerkstatt), Bernhard Bentele (ifm Unternehmensgruppe), Gerd Allgaier (Baustoffgruppe Salem), Katrin Fichtl und Michael Fährmann (Wissenswerkstatt), Albert Dick (Privatsponsor), Lena Kathan (ifm Unternehmensgruppe)).

Technik entdecken, selbst tüfteln und eigene Ideen verwirklichen: Die Wissenswerkstatt Friedrichshafen e. V. kommt nach Tettnang – und soll das Bildungsangebot der Stadt langfristig bereichern. Ab dem 2. November 2026 bietet sie im StadTTforum kostenlose Technikkurse für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren an. Möglich wird das Angebot durch die großzügige finanzielle Unterstützung regionaler Unternehmen, der Bürgerstiftung Tettnang und von Privatpersonen. Mit der Wissenswerkstatt gewinnt Tettnang ein weiteres attraktives Bildungsangebot, das junge Menschen spielerisch an Technik und Naturwissenschaften heranführt. Für Bürgermeisterin Regine Rist geht mit dem neuen Angebot ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: 

„Die Wissenswerkstatt nach Tettnang zu holen, ist für mich ein echtes Herzensprojekt. Hier können Kinder und Jugendliche ihre Neugier ausleben, Neues ausprobieren und entdecken, was alles in ihnen steckt. Ich freue mich sehr, dass wir dieses großartige Angebot nun auch in der Elektronikstadt Tettnang ermöglichen können. Mein besonderer Dank gilt den Unternehmen, die sich dafür engagieren. Sie investieren damit nicht nur in die Fachkräfte von morgen, sondern vor allem in die Zukunft unserer Kinder.“

Technik erleben und begreifen

Seit 17 Jahren begeistert die Wissenswerkstatt in Friedrichshafen Kinder und Jugendliche für Technik und Naturwissenschaften. Ihr Erfolgsrezept: nicht nur zuhören, sondern selbst Hand anlegen. Unter fachkundiger Anleitung bauen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Werkstücke, die sie anschließend mit nach Hause nehmen dürfen. Ob Kurbellampe, 3D-Holzlabyrinth oder selbst gelöteter Bauteiltester – bei rund 60 verschiedenen Kursthemen ist für unterschiedliche Altersgruppen und Interessen etwas dabei. 

Schulkinder in der Wissenswerkstatt an einem Werktisch bei der Arbeit
© Stadt Tettnang
Am Vormittag finden in der Wissenswerkstatt Workshops für Schulklassen statt. Am Nachmittag können individuell Kurse für Kinder gebucht werden.

Dabei geht es um weit mehr als ums Bauen. Die Kinder und Jugendlichen lernen den sicheren Umgang mit professionellem Werkzeug, arbeiten nach technischen Vorgaben und entwickeln ein Verständnis für Materialien, Zusammenhänge und handwerkliche Abläufe. Vor allem aber erleben sie, dass sie mit ihren eigenen Händen etwas schaffen können.

„Wir freuen uns auf ganz viele Magnetwippen, Knatterboote und elektronische Würfel, gebaut, gelötet und getestet von Kindern und Jugendlichen in Tettnang."
Kathrin Hopkins, Geschäftsführerin der Wissenswerkstatt.

Neues Bildungsangebot im StadTTforum

Für ihren Aufenthalt in Tettnang bezieht die Wissenswerkstatt zwei Räume im StadTTforum. Vormittags steht das Kursangebot Bildungseinrichtungen zur Verfügung. Nachmittags und während der Weihnachtsferien können Kinder und Jugendliche die Kurse individuell über die Homepage der Wissenswerkstatt buchen.

Der Standort im StadTTforum ist zunächst bis zum 29. Januar 2027 vorgesehen. Anschließend werden die Räume für die Gemeinschaftsschule umgebaut. Die Wissenswerkstatt selbst soll jedoch langfristig in Tettnang bleiben. Stadt und Projektpartner sind deshalb bereits auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für die Fortsetzung des Angebots. Erste Ideen gibt es bereits. Sobald ein neuer Standort feststeht, wird die Stadt darüber informieren.

Führung durch die Räume der Wissenswerkstatt (im Bild v.links: Lena Kathan, ifm, Bürgermeisterin Regine Rist, Kathrin Hopkins, Wissenswerkstatt, Bernhard Bentele, ifm, Katrin Fichtl, Wissenswerkstatt)
© Stadt Tettnang
Die Teilnehmenden des Pressegesprächs erhielten eine Führung durch die Wissenswerkstatt im StadTTforum. (im Bild von links: Lena Kathan, ifm Unternehmensgruppe, Bürgermeisterin Regine Rist, Kathrin Hopkins von der Wissenswerkstatt, Bernhard Bentele, Vice President HR ifm group services, Kathrin Fichtl, Wissenswerkstatt)

Für den Ersten Beigeordneten Timo Jung, der bei der Stadt Tettnang für den Bereich Bildung verantwortlich ist, ist die Wissenswerkstatt eine wertvolle Ergänzung der bestehenden Bildungslandschaft. 

Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie selbst ausprobieren, experimentieren und eigene Lösungen finden dürfen. Genau hier setzt die Wissenswerkstatt an. Sie macht Technik und Naturwissenschaften unmittelbar erlebbar und weckt Interessen und Fähigkeiten, die im klassischen Unterricht vielleicht noch gar nicht sichtbar geworden sind. Dass alle Kinder und Jugendlichen dieses Angebot kostenlos nutzen können, ist dabei besonders wertvoll.“
Timo Jung, Erster Beigeordneter

Gleichzeitig leistet die Wissenswerkstatt einen Beitrag zur Nachwuchsförderung in technischen Berufen. Indem sie frühzeitig Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – weckt, eröffnet sie jungen Menschen neue Perspektiven für ihre spätere Berufswahl.

Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen investieren in die nächste Generation

Dass die Wissenswerkstatt ihre Kurse auch in Tettnang kostenlos anbieten kann, ist dem großzügigen finanziellen Engagement zahlreicher Unternehmen und Institutionen zu verdanken. Sie unterstützen gezielt den neuen Standort in Tettnang und ermöglichen damit Kindern und Jugendlichen einen kostenfreien Zugang zu technischen und naturwissenschaftlichen Bildungsangeboten. Zu den Förderern zählen die Volksbank Bodensee-Oberschwaben eG, die Brosa GmbH, die Zwisler GmbH, die Rieber GmbH, die wenglor sensoric GmbH, die Sparkasse Bodensee, die Reiss Kunststofftechnik GmbH, die Firma Fendt die Baustoffgruppe Salem GmbH und die Bürgerstiftung Tettnang. Eine großzügige Spende kam zudem von Albert Dick als Privatperson.

Werkbank mit Werkzeug in der Wissenswerkstatt
© Stadt Tettnang
In der Wissenswerkstatt stehen je nach Alter Themen wie Robotik, Elektrotechnik, Energie, Schweißen, Metallarbeiten, 3D-Druck, Löten und Holzarbeiten auf dem Programm.

Eine besondere Rolle übernimmt die ifm Unternehmensgruppe. Das Tettnanger Unternehmen unterstützt die Wissenswerkstatt bereits seit 2021. Die Ausweitung des Angebots nach Tettnang nimmt ifm zum Anlass, sein finanzielles Engagement ab 2027 deutlich auszubauen und als Träger in den Verein einzusteigen. Damit wird das Unternehmen künftig auch mit einem Sitz im Vorstand der Wissenswerkstatt vertreten sein. „Junge Menschen frühzeitig für Technik zu begeistern, ist für uns bei ifm seit vielen Jahren eine echte Herzensangelegenheit und fester Bestandteil unseres Engagements für Ausbildung und Nachwuchsförderung“, betont Bernhard Bentele, Vice President HR ifm group services. Mit der Wissenswerkstatt in Tettnang schaffen wir gemeinsam die Möglichkeit, schon bei Kindern Neugier zu wecken, Talente zu entdecken und die Faszination für Technik erlebbar zu machen.“ Tettnang als traditionsreicher Elektronikstandort sei dafür der ideale Ort, so Bentele: „Wir sind stolz darauf, dieses wichtige Zukunftsprojekt als Träger aktiv mitzugestalten.“

Die Wissenswerkstatt Friedrichshafen wird bislang von der Stadt Friedrichshafen, der Zeppelinstiftung, der ZF Group, dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), der Zeppelin GmbH, Rolls-Royce Power Systems und der Josef-Wagner-Stiftung getragen.

Weitere Informationen und Kursbuchung: über die Homepage der Wissenswerkstatt.